
Die Auswirkungen des Iran-Krieges haben am Montag den Wiener Aktienmarkt deutlich belastet. Der ATX, der österreichische Leitindex, verzeichnete im Tagesverlauf erhebliche Verluste, bevor er sich leicht erholen konnte und mit einem Minus von 1,76 Prozent bei 15.308,39 Punkten schloss. Auch der breitere ATX Prime verlor 1,8 Prozent und landete bei 2.637,70 Punkten. Die stark ansteigenden Ölpreise sowie die Sorgen um eine höhere Inflation und einen Rückgang des Wirtschaftswachstums sorgten für ein dickes Minus beim heimischen Leitindex.
Ein wesentlicher Faktor für die Unsicherheit an den Märkten sind die stark gestiegenen Ölpreise. Der Preis für ein Barrel Rohöl der Nordsee-Sorte Brent stieg in der Nacht um bis zu 29 Prozent auf fast 120 Dollar (103,80 Euro). Diese Entwicklung schürt Ängste vor einer steigenden Inflation und einem möglichen Rückgang des Wirtschaftswachstums. Im Laufe des Tages stabilisierten sich die Preise wieder etwas, doch die Volatilität bleibt hoch.
Hoffnung gab eine Dringlichkeitssitzung der Finanzminister führender Industriestaaten (G7) mit dem Direktor der Internationalen Energieagentur (IEA), Fatih Birol. Mit Blick auf die mögliche Freigabe von Teilen der nationalen Ölreserven wegen des Iran-Krieges wurde nach französischer Darstellung allerdings noch keine Entscheidung getroffen. "So weit sind wir noch nicht", sagte Frankreichs Finanzminister Roland Lescure in Brüssel. "Worauf wir uns geeinigt haben, ist, wenn nötig alle notwendigen Mittel zu nutzen, um den Markt zu stabilisieren - die mögliche Freigabe von Reserven eingeschlossen."
Ins Blickfeld rückten auch Konjunkturdaten aus Österreich. Wegen stark gestiegener Importe aus China sowie eines deutlichen Rückgangs der Ausfuhren in die USA verzeichnete Österreich 2025 ein Handelsbilanzdefizit von 6,6 Milliarden Euro. Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP) warnte bei der Präsentation der Zahlen davor, dass Europa ein "Ausweichmarkt für Dumpingimporte aus China" werde. Mit Abstand wichtigster Handelspartner Österreichs bleibt Deutschland. Mit den EU-Ländern halten sich Exporte und Importe ungefähr die Waage.

Die Schweizer Genossenschaft Migros Zürich (GMZ) hat ihren vollständigen Rückzug aus dem deutschen Markt bekannt gegeben. Nach einer strategischen Neubeurteilung verkauft das Unternehmen die Supermarktkette Tegut, die es seit 2013 besaß. Ein wesentlicher Teil der vor allem in Hessen...
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Die europäischen Aktienmärkte haben am Donnerstag erneut nachgegeben. Auslöser waren vor allem wieder anziehende Ölpreise und damit verbundene Konjunktursorgen. Marktteilnehmer sehen sich zwischen zwei Extremszenarien gefangen: „Zwischen der Hoffnung auf ein baldiges Kriegsende und einer...

Bachem hat für das Geschäftsjahr 2025 robuste Zahlen vorgelegt und die durchschnittlichen Analystenschätzungen beim Umsatz wie beim Ergebnis übertroffen. Der Pharmazulieferer setzte 695,1 Millionen Franken um, ein Plus von 14,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr; in Lokalwährungen lag das Wachstum...

Lindt & Sprüngli liefert operative Rekordzahlen – und erlebt an der Börse dennoch einen heftigen Rückschlag. Die Partizipationsscheine des Premiumschokoladen-Herstellers brachen am Dienstag im frühen Handel zeitweise bis auf 11'000 Franken ein, ein Minus im Tief von deutlich über 7 Prozent....