Nur einen Tag nach seiner Amtsenthebung steht der ehemalige Präsident von Paraguay, Santiago Peña, im Zentrum eines schweren Justizverfahrens. Die Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen den abgesetzten Regierungschef im Zusammenhang mit dem Skandal um die Ueno Bank erhoben. Der Vorwurf gegen Peña umfasst den Verdacht der Untreue sowie der Selbstbegünstigung.
Im Rahmen einer offiziellen Pressekonferenz teilte die Staatsanwaltschaft mit, dass sie zudem die Untersuchungshaft gegen den Ex-Präsidenten beantragt hat. Diese Maßnahme unterstreicht die Schwere der Vorwürfe im Kontext der aktuellen Bankenkrise des Landes. Das Verfahren zielt darauf ab, die Rolle von Peña innerhalb der Vorgänge rund um die Ueno Bank lückenlos aufzuklären.
Neben Santiago Peña ist auch der ehemalige Chef der Zentralbank, Carlos Carvallo, in die Ermittlungen verwickelt. Gegen Carvallo wurde ebenfalls ein Antrag auf Untersuchungshaft gestellt, da er denselben Beschuldigungen ausgesetzt ist. Die Justiz untersucht somit die Verflechtungen zwischen der politischen Führung und der Geldaufsicht.
Die Geschwindigkeit der juristischen Schritte unmittelbar nach der Amtsenthebung signalisiert einen massiven Druck auf die Beteiligten des Bankenskandals. Die Anklage wegen Selbstbegünstigung und Untreue könnte weitreichende Konsequenzen für die politische Landschaft Paraguays haben. Die Öffentlichkeit wartet nun auf die Entscheidung über die beantragte Untersuchungshaft.



