Am landesweiten Protesttag in Frankreich sowie in der Halloween-Nacht kam es zu massiven Unruhen, die in insgesamt 779 Festnahmen mündeten. Das französische Innenministerium meldete, dass im Zuge der Ausschreitungen 159 Sicherheitskräfte verletzt wurden. Die Gewalt eskalierte insbesondere am Ende von Demonstrationszügen, die auf genehmigten Routen ausserhalb der Stadtzentren stattgefunden hatten.
Nach Angaben des Ministeriums versuchten Gruppen von Randalierern gezielt, in die Stadtzentren vorzudringen. Dabei griffen sie die begleitenden Sicherheitskräfte mit erheblicher Gewalt an. Diese taktischen Manöver führten zu einer instabilen Lage in mehreren urbanen Gebieten des Landes.
Die materiellen Schäden sind beträchtlich, da insgesamt 515 Brände bekämpft werden mussten. Zudem wurden 36 Geschäfte beschädigt und es kam zu drei Plünderungen. Die Einsatzkräfte waren mit der Brandbekämpfung und der Sicherung der Ladenlokale intensiv gefordert.
Insgesamt nahmen rund 320.000 Personen an den landesweiten Demonstrationen teil. Diese Zahl entspricht einem Rückgang von einem Fünftel im Vergleich zur Vorwoche. Trotz des geringeren Teilnehmeraufkommens bleiben die Spannungen hoch, da für die nächste Woche bereits neue Aktionen geplant sind.



