Goldreserven: Bundesbank verzeichnet Milliardenplus durch Preisrally

10.03.2026


Die deutschen Goldreserven haben im vergangenen Jahr einen bemerkenswerten Wertzuwachs verzeichnet. Wie die Deutsche Bundesbank in ihrem jüngst veröffentlichten Geschäftsbericht mitteilte, stieg der Gesamtwert aller Goldbestände bis Ende 2025 auf 395,2 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Vorjahr, als der Wert bei etwas mehr als 270 Milliarden Euro lag, entspricht dies einem Plus von rund 125 Milliarden Euro.

Hauptgrund für diese deutliche Aufwertung ist ein starker Anstieg des Goldpreises auf dem Weltmarkt. An der Londoner Börse wurde eine Feinunze Gold (etwa 31,1 Gramm) Anfang 2025 noch zu etwa 2.600 Dollar gehandelt. Bis zum Jahresende war die Notierung auf etwa 4.300 Dollar gestiegen, zuletzt lag der Preis bei knapp 5.200 Dollar. Diese Preisrally hat die Bilanz der Notenbank erheblich gestärkt.

Die Goldbestände der Bundesbank belaufen sich auf 3.350 Tonnen und sind damit die zweitgrößten weltweit nach denen der USA. Der größte Teil davon, 1.710 Tonnen, wird in Frankfurt gelagert. Die Bestände in New York blieben mit 1.236 Tonnen unverändert, während die in London verwahrten Reserven um etwa eine Tonne auf 404 Tonnen gesunken sind. Insgesamt verringerte sich der Goldbestand im vergangenen Jahr um 1,26 Tonnen, die für die Prägung von Goldmünzen genutzt wurden.

Die Diskussion um die Sicherheit der im Ausland gelagerten deutschen Goldreserven, insbesondere in den USA, hat in jüngster Zeit an Bedeutung gewonnen. Auslöser war der aggressive Kurs von Donald Trump im Grönland-Konflikt zu Jahresbeginn, der Fragen nach der Sicherheit der deutschen Bestände in New York aufwarf. Bundesbank-Präsident Joachim Nagel erteilte Forderungen, die Goldreserven nach Deutschland zurückzuholen, jedoch eine Absage. Die Debatte über die Lagerung der deutschen Goldreserven im Ausland dürfte jedoch weiterhin Thema bleiben.

Recommended news

Bachem: Starkes Jahr 2025, vorsichtiger Ton beim Ausblick

Bachem hat für das Geschäftsjahr 2025 robuste Zahlen vorgelegt und die durchschnittlichen Analystenschätzungen beim Umsatz wie beim Ergebnis übertroffen. Der Pharmazulieferer setzte 695,1 Millionen Franken um, ein Plus von 14,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr; in Lokalwährungen lag das Wachstum...

Read more


Rekorddividende kann Kursrutsch bei Lindt & Sprüngli nicht verhindern

Lindt & Sprüngli liefert operative Rekordzahlen – und erlebt an der Börse dennoch einen heftigen Rückschlag. Die Partizipationsscheine des Premiumschokoladen-Herstellers brachen am Dienstag im frühen Handel zeitweise bis auf 11'000 Franken ein, ein Minus im Tief von deutlich über 7 Prozent....

Read more


Rüstungswerte profitieren von geopolitischer Unsicherheit und starkem Ausblick von Leonardo

Die europäischen Aktienmärkte haben am Donnerstag erneut nachgegeben. Auslöser waren vor allem wieder anziehende Ölpreise und damit verbundene Konjunktursorgen. Marktteilnehmer sehen sich zwischen zwei Extremszenarien gefangen: „Zwischen der Hoffnung auf ein baldiges Kriegsende und einer...

Read more


Nach Konsultationsverfahren: Bichsel fokussiert auf Home-Care-Dienstleistungen

Die Galenica-Tochtergesellschaft Bichsel stellt ihre defizitäre pharmazeutische Produktion bis Ende 2026 ein und richtet ihr Geschäft künftig auf Home-Care-Dienstleistungen aus. Nach Abschluss des gesetzlich vorgesehenen Konsultationsverfahrens mit der Mitarbeitendenvertretung bestätigte der...

Read more


USB-Panne mit 2048 Stimmen: Strafverfahren und Moratorium in Basel-Stadt

Die Panne im E-Voting-System des Kantons Basel-Stadt setzt dem digitalen Abstimmen in der Schweiz vorerst enge Grenzen – aber nicht überall. Nachdem bei der eidgenössischen Volksabstimmung vom 8. März 2026 insgesamt 2048 elektronisch abgegebene Stimmen in Basel-Stadt wegen einer nicht...

Read more