Die Berichterstattung über den Nahost-Konflikt in der Schweiz steht zunehmend im Fokus zionistischer Pressure-Groups. Diese Gruppen erhöhen laut Bericht seit dem 7. Oktober 2023 ihren Druck auf Politiker und Medienschaffende erheblich. Wer sich nicht dem israelischen Narrativ anpasst, sieht sich mit Antisemitismusklagen und Einschüchterungsversuchen konfrontiert, wobei diese Lobby durch gut vernetzte Medienprofis und Anwälte unterstützt wird.
Ein prominentes Beispiel ist Susanne Brunner, die ehemalige Leiterin der Auslandredaktion und des Korrespondenten-Netzes von Radio SRF. Die erfahrene Nahost-Korrespondentin und „Journalistin des Jahres“ 2024 wurde für ihre Beiträge, die vielfältige Stimmen und das Leiden vor Ort thematisierten, massiv angegriffen. Insbesondere das von Sacha Wigdorovits gegründete Medium „Audiatur-online“ diffamierte Brunner und die SRG mit Vorwürfen der Antisemitismus-Verbreitung.
Die Konsequenzen dieser Kampagnen zeigen sich in personellen Veränderungen innerhalb der SRG. Susanne Brunner, die Ende September 2026 eine Ehrendoktorwürde der Universität Freiburg für ihren mutigen Journalismus erhielt, wurde im Zuge einer Reorganisation auf eine „Ersatzbank“ versetzt, was sie schliesslich mit ihrer Kündigung beantwortete. Dies wird im Kontext einer Strategie gesehen, die SRG auf einen israel-gefälligen Kurs zu lenken.
Zudem geriet die internationale Plattform SWI swissinfo.ch ins Visier von Daniel Rickenbacher, einem Historiker und ehemaligen Mitarbeiter der Militärakademie der ETH Zürich. Rickenbacher, der bereits seit 2019 für „Audiatur-online“ publizierte, kritisierte die arabische Sprachabteilung von Swissinfo. Er warf der Leiterin des arabischen Dienstes, Amal Mekki, vor, sich in Social-Media-Posts positiv über den Hamas-Gründer Ahmed Yassin und die PFLP-Terroristin Leila Khaled geäussert zu haben.
Die betreffenden Posts von Amal Mekki stammten aus einer Zeit vor ihrer Anstellung bei Swissinfo. Mekki, eine tunesische Journalistin, steht jedoch bis heute zu diesen Publikationen. Diese Entwicklungen verdeutlichen die zunehmenden Spannungen zwischen journalistischer Arbeit und dem Einfluss organisierter Lobbygruppen in der Schweizer Medienlandschaft.



