Die demografische Struktur des Kantons Luzern hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten signifikant gewandelt. Laut einer aktuellen Analyse des Statistikbüros Lustat lebten im Jahr 2000 noch etwas über 51.000 Ausländerinnen im Kanton, was einem Anteil von etwa einem Siebtel der Gesamtbevölkerung entsprach. Bis Ende 2025 ist diese Zahl auf 96.796 Personen gestiegen, sodass mittlerweile mehr als jeder fünfte Einwohner Ausländer ist.

Insgesamt ist jeder vierte Bewohner des Kantons im Ausland geboren. Trotz dieses Anstiegs liegt Luzern mit diesem Wert deutlich unter dem schweizweiten Durchschnitt von 27,7 Prozent, wie das Bundesamt für Statistik berichtet. Die Diversität der Bevölkerung ist kontinuierlich gewachsen; Ende 2025 waren Menschen aus insgesamt 167 Nationen im Kanton vertreten, wobei 82 Prozent aus Europa stammen.

Besonders stark ist die Präsenz deutscher Staatsangehöriger, die mit 16.534 Personen und einem Anteil von 17,1 Prozent die größte Gruppe bilden. Es folgen Personen aus Italien mit 10,2 Prozent sowie Staatsangehörige aus dem Kosovo und Portugal, die jeweils einen Anteil von 8,3 Prozent aufweisen. Andere Weltregionen sind schwächer vertreten, darunter Asien mit 9,9 Prozent, Afrika mit 5,1 Prozent und Amerika mit 2,7 Prozent.

Die Wanderungsbewegungen im Jahr 2025 unterstreichen diesen Trend, da 6.273 Personen aus dem Ausland in den Kanton einzuwanderten. Rund jede fünfte dieser Personen ist deutsche Staatsangehörige, gefolgt von Schweizern mit 11 Prozent und Italienerinnen mit 7,8 Prozent. Im gleichen Zeitraum verließen 5.126 Einwohner den Kanton, wobei 19,7 Prozent Schweizer, 12,2 Prozent Deutsche und 7,7 Prozent Portugiesen waren.