Das grönländische Parlament hat in einer Abstimmung am Dienstag einem neuen Sicherheits- und Verteidigungsabkommen mit den USA und Dänemark zugestimmt. Die Vereinbarung wurde bereits im September am Rande der UNO-Generalversammlung in New York von US-Präsident Donald Trump, der dänischen Ministerpräsidentin Mette Frederiksen und dem grönländischen Regierungschef Jens-Frederik Nielsen unterzeichnet. Laut der dänischen Nachrichtenagentur Ritzau gab es bei der Abstimmung keine Gegenstimmen.

Das Abkommen modernisiert eine bestehende Vereinbarung aus dem Jahr 1951 und beendet damit vorläufig die Spannungen rund um die Arktisinsel. Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump mehrfach damit gedroht, Grönland zu übernehmen. Durch den neuen Vertrag wird die Souveränität der Insel jedoch unangetastet bleiben, während die strategische Zusammenarbeit gestärkt wird.

Im Rahmen der neuen Vereinbarung ist vorgesehen, dass die USA zwei neue Militärbasen auf Grönland errichten dürfen. Diese Expansion der US-Präsenz dient laut den vorliegenden Informationen dazu, den Einfluss von Russland und China in der Region zu begrenzen. Die Standorte sollen die Sicherheitsarchitektur in der Arktis festigen.

Bevor das Abkommen vollständig in Kraft treten kann, ist nun noch die Zustimmung des dänischen Parlaments erforderlich. Damit wäre der Prozess der Ratifizierung abgeschlossen. Die Entscheidung des grönländischen Parlaments markiert einen wichtigen Schritt zur Stabilisierung der bilateralen Beziehungen zwischen Nuuk, Kopenhagen und Washington.