Die Redaktionen des Medienunternehmens Tamedia haben am Donnerstag schweizweit für eine Stunde ihre Arbeit niedergelegt. Dieser Warnstreik richtet sich gegen die Entscheidung der Unternehmensleitung, insgesamt 41 Stellen abzubauen. Die betroffenen Medienschaffenden wollten damit ein deutliches Zeichen an den Verwaltungsrat sowie die Geschäftsleitung senden.

Der Protest fand an verschiedenen Standorten statt, wobei sich rund 150 Personen vor dem Hauptsitz des Unternehmens in Zürich versammelten. Neben dem Standort in Zürich beteiligten sich auch Redaktionsmitglieder in Bern und Lausanne an der Aktion. Die Mitarbeitenden verließen in diesen Städten zeitweise ihre Redaktionen, um ihren Unmut über die Kündigungen zu äußern.

Die Entscheidung zum Stellenabbau wurde von Tamedia bereits vor einem Monat kommuniziert. Das Unternehmen begründete die Maßnahme mit dem veränderten Nutzungsverhalten des Publikums sowie rückläufigen Werbeeinnahmen. Diese wirtschaftlichen Faktoren führten laut Angaben des Unternehmens zu der Notwendigkeit, über 40 Stellen zu streichen.

In einem offiziellen Schreiben der Belegschaft wurde betont, dass der Streik als Signal an die Führungsebene dienen solle. Die Nachrichtenagentur Keystone-sda bestätigte die Mobilisierung der Angestellten an den verschiedenen Standorten. Der kurzzeitige Arbeitsstopp unterstreicht die Spannungen zwischen der Belegschaft und der Unternehmensführung angesichts der aktuellen Marktlage.